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Beamtenanwärter Pädagogische Hochschule: PH Heidelberg

Wir erklären Ihnen, wie Sie sich als Student und als Referendar an der PH Heidelberg optimal versichern.
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Versicherungsschutz für Beamtenanwärter an der PH Heidelberg

Zu Beginn des Studiums an der PH Heidelberg müssen Sie sich neben all den Veränderungen mit wichtigen Fragen beschäftigen. Dazu gehört auch der Versicherungsschutz, den Sie als Student brauchen. Treten Sie nach erfolgreichem Abschluss Ihres Lehramt-Studiums den Vorbereitungsdienst an, folgt die Verbeamtung auf Widerruf. Als Beamtenanwärter gibt es für Sie erneut einige Veränderungen, die Ihren Versicherungsschutz beeinflussen.

Wichtige Versicherungen als Student an der PH Heidelberg

Die Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist für Studenten eine Pflichtversicherung. Allerdings haben Sie drei Möglichkeiten zur Krankenabsicherung:
Die beitragsfreie Familienversicherung der GKV

Als Studienanfänger können Sie während der Erstausbildung beitragsfrei über Ihre Eltern krankenversichert sein. Die kostenlose Familienversicherung gilt bis zum 25. Lebensjahr und so lange das Einkommen unter 470 Euro im Monat liegt (Stand 2022). Anschließend oder wenn Ihre Eltern privat krankenversichert sind, müssen Sie zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung wählen.
Krankenversicherung der Studenten

Nach dem 25. Lebensjahr kommt bei Entscheidung für die gesetzliche Krankenabsicherung die Krankenversicherung der Studenten (KVdS) zum Tragen. In der KVdS profitieren Studenten von niedrigen Beiträgen. Diese Absicherung können sie bis zu ihrem 30. Lebensjahr beanspruchen. Danach folgt der Wechsel in die reguläre gesetzliche Krankenversicherung.
Die private Krankenversicherung *Empfehlung*

Studierende haben die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Als Student an der PH Heidelberg streben Sie eine Beamtenlaufbahn an. Das bedeutet, Sie erhalten nach dem Studium im Vorbereitungsdienst als Beamtenanwärter Beihilfe. Die Beihilfe deckt mindestens 50 Prozent der Krankheitskosten. Die restlichen Kosten werden mit einer privaten Krankenversicherung, der sogenannten Restkostenversicherung gedeckt.
Schließen Sie bereits als Student eine PKV ab, genießen Sie viele Vorteile. So ist der Versicherungsschutz im Regelfall besser als bei Kassenmitgliedern. Außerdem sind Sie meist noch gesund, was sich positiv auf die Gesundheitsprüfung auswirkt. Und aufgrund des jungen Eintrittsalters profitieren Sie von niedrigen Beiträgen.
Generell empfiehlt sich die private Krankenversicherung, wenn nach dem Studium ebenfalls eine Absicherung in der PKV gewünscht ist. Und da die meisten Lehramtsreferendare als Beamtenanwärter Beihilfe beziehen, lohnt es sich, bereits als Student über die private Krankenabsicherung nachzudenken.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeits-Klausel

Studenten haben keinen gesetzlichen Versicherungsschutz, wenn sie berufsunfähig werden und weder studieren noch arbeiten können. Da sie im Regelfall die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht erreicht haben, besteht auch kein Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Bei Verlust ihrer Arbeitskraft sind sie von Sozialhilfe abhängig.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert den Lebensunterhalt, wenn die Versicherten aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung voraussichtlich dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig sind. Das gilt bereits für Studenten, die zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind. Neben einem guten Versicherungsschutz durch eine monatliche Rentenzahlung bei BU, profitieren junge Menschen außerdem von günstigen Einstiegsprämien.

Da Sie als Student an der PH Heidelberg eine Beamtenlaufbahn anstreben, ist entscheidend, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeits-Klausel abzuschließen. Berufsunfähig können Sie während der Studienzeit werden. Als Beamter sind Sie allerdings dienstunfähig, wenn Sie Ihre dienstlichen Pflichten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erfüllen können. Daher empfehlen wir angehenden Lehrern, eine Berufsunfähigkeit mit DU-Klausel zu wählen. So sind sie vor und auch nach dem Studium bei Verlust der Arbeitskraft optimal versichert.

Die Privathaftpflichtversicherung

Wer einen Schaden verursacht, ist seitens des Gesetzgebers zum Schadensersatz verpflichtet. Eine Privathaftpflichtversicherung schützt vor dem Risiko teurer Schadensersatzforderungen infolge eines Personen-, Sach- oder Vermögensschadens. Damit gehört sie zu den wichtigsten Versicherungen für Studenten an der PH Heidelberg.
In den meisten Fällen sind Studierende über ihre Eltern haftpflichtversichert. Dies gilt so lange, wie sie sich in der Erstausbildung befinden und aus Studienzwecken zu Hause ausgezogen sind. Je nach Anbieter kann auch eine Altersgrenze von 25 Jahren gelten.
Wer nicht über seine Eltern gegen Haftpflichtrisiken versichert ist, sollte zwingend eine eigene Privathaftpflichtversicherung abschließen.

Die Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung ist sinnvoll, um den eigenen Besitz gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub, Blitzschlag, Überspannung und wahlweise Elementargefahren zu schützen. Diese Absicherung empfiehlt sich, wenn Sie teures Inventar besitzen. Oder aus finanziellen Gründen bei einem Schaden nicht für die Neuanschaffung aufkommen können. Außerdem leisten die meisten Hausratversicherungen bei Fahrraddiebstahl – auch außerhalb der Wohnung.
In einem Studentenzimmer besteht unter Umständen Versicherungsschutz über die Hausratversicherung der Eltern. Dieser gilt, so lange kein eigener Hausstand gegründet wurde.
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Versicherungen als Beamtenanwärter / Referendar im Vorbereitungsdienst

Die Krankenversicherung: gesetzlich oder privat

Als Referendar besteht noch einmal die Möglichkeit, zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung zu wählen. Und zwar nach Abschluss des Lehramtsstudiums an der PH Heidelberg, wenn die Verbeamtung auf Widerruf erfolgt. Als Referendar haben Sie Anspruch auf Beihilfe, wodurch der Dienstherr mindestens die Hälfte der Krankheitskosten trägt. Die verbleibenden Kosten werden mit einer Restkostenversicherung der privaten Krankenversicherung gedeckt. Da diese nur anteilig Leistungen erbringen muss, ist die PKV für Beamte besonders günstig und in den meisten Fällen die einzig sinnvolle Wahl.
Die Leistungen der Beihilfe unterscheiden sich je nach Bundesland. Eine genaue Übersicht über die beihilfefähigen Aufwendungen sind in der jeweils gültigen Beihilfeverordnung zu finden.
Eine gesetzliche Krankenversicherung kann in bestimmten Fällen ratsam sein. Etwa, wenn Kinder und Ehegatten über die kostenlose Familienversicherung abgesichert werden sollen. Als gesetzlich Versicherter besteht aber kein Anspruch auf Beihilfe und die Beiträge müssen in voller Höhe selbst bezahlt werden. Eine Ausnahme besteht nur in wenigen Bundesländern, die eine pauschale Beihilfe erbringen. Diese übernimmt einen Teil des GKV-Beitrags. In Baden-Württemberg gibt es die pauschale Beihilfe nicht, sie soll jedoch eingeführt werden. Dennoch empfiehlt sich für die meisten Lehramtsreferendare eine private Krankenversicherung als Ergänzung zur Beihilfe.

Vergleich: Gesetzliche oder private Krankenversicherung für Referendare?

PKV

GKV

Beitrag *

40 bis 80 Euro für einfache Tarife, ab 120 Euro mit ergänzenden Wahlleistungen

Ab 269 Euro monatlich (mit 1450 Euro Bezügen)

Arzt- und Klinikwahl

Frei wählbar

Nur Ärzte mit Kassenzulassung und nächstgelegene Klinik

Zahnersatz

Abhängig vom Tarif 50 bis 100 Prozent Kostenerstattung

60 Prozent Zuschuss zur gesetzlichen Regelversorgung

Stationäre Leistungen

Je nach Tarif Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung

Unterbindung im Mehrbettzimmer und Behandlung durch Belegarzt

Medikamente

Volle Erstattung für verschreibungspflichtige Medikamente

10 Prozent Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente

* Der Beitrag ist abhängig von der Höhe der Besoldung (GKV) beziehungsweise dem Alter, Gesundheitszustand, Beihilfeanspruch und den versicherten Leistungen (PKV)

Die Dienstunfähigkeitsversicherung

Ratsam ist, bereits während des Studiums eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeits-Klausel abzuschließen. Denn die BU ist eine der wichtigsten Versicherungen für Studenten an der PH Heidelberg und anderen Hochschulen. Wer dem noch nicht nachgekommen ist, sollte spätestens mit Eintritt in das Referendariat eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen. Denn als Beamtenanwärter besteht im Falle einer Dienstunfähigkeit noch kein Anspruch auf eine Leistung vom Dienstherrn. Erst mit der Verbeamtung auf Lebenszeit werden Beamte, die dienstunfähig sind, in den Ruhestand versetzt und erhalten ein Ruhegehalt. In den ersten Jahren sind die Ansprüche aber noch sehr gering. Daher ist die Dienstunfähigkeitsversicherung für Referendare sehr wichtig.

Privathaftpflichtversicherung: Kein Versicherungsschutz mehr über die Eltern

Spätestens, wenn das Studium an der PH Heidelberg abgeschlossen ist, besteht über die Privathaftpflichtversicherung der Eltern kein Versicherungsschutz mehr. Ab diesem Zeitpunkt müssen sich angehende Lehrkräfte selbst gegen das Risiko von teuren Schadensersatzansprüchen absichern. Die Kosten für eine eigene private Haftpflichtversicherung sind gering und liegen bei etwa fünf Euro im Monat.

Hausratversicherung: Für die erste eigene Wohnung

Mit Abschluss des Studiums tauschen viele ihr Studentenzimmer gegen die erste eigene Wohnung. Da sie damit einen eigenen Hausstand gründen, müssen sie auch eine eigene Hausratversicherung abschließen. Über die Eltern besteht kein Versicherungsschutz mehr. Mit der Hausrat wird der Besitz jedoch gegen eine Vielzahl von Schäden abgesichert. Wahlweise lässt sich die Absicherung mit einer Glasversicherung erweitern, um Inventar aus Glas wie Vitrinen und Glastische mitzuversichern.

Optionale Zusatzversicherungen

Die nachfolgenden Versicherungen können als Referendar und Beamtenanwärter optional abgeschlossen werden, um den eigenen Versicherungsschutz bedarfsgerecht zu erweitern:
Unfallversicherung: Kapital- und/oder Rentenzahlung bei bleibender Invalidität infolge eines Unfalls. Auch Hinterbliebenenabsicherung und Schmerzensgeld lassen sich einschließen.
Rechtsschutzversicherung: Versicherungsschutz bei rechtlichen Auseinandersetzungen im Privat- oder Berufsleben.
Reisekrankenversicherung: Sinnvoll bei Aufenthalten im Ausland, um auch außerhalb von Deutschland im Krankheitsfall rundum versichert zu sein.
Pflegezusatzversicherung: Ob gesetzlich oder privat – Beamtenanwärter müssen eine Pflegepflichtversicherung abschließen. Die Leistungen der Pflichtversicherung sind im Pflegefall jedoch ungenügend. Mit einer Pflegezusatzversicherung lässt sich die Versorgungslücke schließen.
Krankenzusatzversicherungen sind für Referendare, die sich für die private Krankenversicherung entscheiden, nicht notwendig. Sie können die Leistungen der Beihilfe über die Restkostenversicherung aufstocken. So haben sie auch die Möglichkeit, Leistungsbereiche abzudecken, die von der Beihilfe gar nicht erst übernommen werden. Etwa stationäre Wahlleistungen, die nicht in jedem Bundesland zu den beihilfefähigen Aufwendungen gehören. Gesetzlich versicherte Referendare können hingegen die Versorgungslücken der GKV durch Krankenzusatzversicherungen schließen und ihren Versicherungsschutz erweitern.

Die wichtigsten Versicherungen für Studenten an der PH Heidelberg: Jetzt beraten lassen

Die Krankenversicherung, die Berufs- beziehungsweise Dienstunfähigkeitsversicherung und eine private Haftpflicht sind die wichtigsten Versicherungen für Studenten an der PH Heidelberg und allen weiteren Hochschulen. Die meisten Absicherungen werden nicht erst bei der Verbeamtung relevant, sondern bereits als Student. Allerdings besteht während der schulischen Erstausbildung häufig noch Versicherungsschutz über die Eltern.

Studenten an der PH Heidelberg haben als angehende Lehrer und Beamtenanwärter besondere Bedürfnisse an ihre Versicherungen. Gerne beraten wir Sie und helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz für die Studienzeit, den Vorbereitungsdienst und die Verbeamtung auf Lebenszeit zu finden.